IFplus - ein zusätzliches Förderangebot

Der Schulalltag hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Eine zunehmende Anzahl Schülerin-nen und Schüler fallen mit Verhaltensmustern auf, welche im normalen Klassengefüge nicht aufgefangen werden können. Solche, aber auch andere Kinder brauchen manchmal eine nähere, intensivere Betreu-ung und dies ist in einer Klasse mit 20 Schülerinnen und Schülern nicht immer möglich. In erster Linie werden solche Kinder in Absprache mit den Klassenlehrpersonen und Eltern im IF+ aufgenommen. In einer klassenübergreifenden Kleingruppe von max. 12 Kindern werden während 6 – 12 Wochen ver-schiedene Themen in den Bereichen Sozial- und Selbstkompetenz bearbeitet.

Das Angebot findet jeweils am Dienstagvormittag von 8:00 -11:30 Uhr statt, Arbeitsraum ist im Freien oder in einer Jurte. Treffpunkt ist das Schulhaus Rainheim. Nach der Begrüssung nimmt sich jede Schüle-rin/jeder Schüler ein Ziel für den Vormittag vor. Dieses wird mit einer der beiden Leitungspersonen während der Wanderung zum Waldplatz besprochen. Jeder Halbtag im IF+ soll grundsätzlich von Erfol-gen und Fortschritten geprägt sein, was sich leichter schreibt, als es in Wirklichkeit ist.

Die vereinbarten Ziele kommen während dem Tun und Wirken in der Gruppe zum Vorschein und werden gezielt bearbeitet. Gruppendynamische Prozesse wie Kooperation, Empathie und Kompromiss-bereitschaft werden vor allem bei verschiedenen Vorhaben wie Feuer machen, Kochen, Entdecken, Forschen oder beim Spiel gefördert. Bei der Wanderung zurück ins Schulhaus werden die Ziele wieder mit den gemachten Beobachtungen und Gesprächen überprüft.

Sehr wichtig ist es für die Kinder und die Lehrpersonen, dass die Klasse an einer Reintegration teilnimmt und so mit einbezogen wird. Dort werden die gesteckten Ziele des Kindes benannt und alle können so zu einer guten Lösung beitragen.

Bald gibt es das Angebot zwei Jahre. Es zeigt sich, dass die gesteigerte Selbst- und Sozialkompetenz über das veränderte Verhalten beobachtbar ist. Zum Beispiel melden die Kinder zurück, dass sie sich in diesem Angebot wohl fühlen, sich besser befähigt fühlen, mit Konflikten konstruktiver umzugehen und eine hö-here Ausdauer zeigen. Dies zeigt sich insbesondere bei der Frustrationstoleranz.

Mit diesem Angebot ist es uns gelungen, Schülerinnen und Schüler eine Alternative anzubieten, die ihnen eine Möglichkeit bietet, den schulischen Alltag besser, ruhiger, gelassener zu erleben. Rückmeldungen der Eltern und Lehrpersonen bestätigen diesen Eindruck.

Monika Pfyl

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Jolanda Bienz

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