EA vom 27. März 2009
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Mitteilungen der
Schulleitung
Der PC spielt im
Leben vieler unserer Schüler und Schülerinnen eine zentrale Rolle.
Computerspiele und das Chatten mit Kolleginnen und Kollegen im Netz
prägen die Freizeit unserer Jugendlichen. Diese Entwicklung macht vielen
Eltern Sorgen. Aus diesem Grund veranstaltet die Schule Wolhusen am
Donnerstag, 7. Mai einen öffentlichen Elternabend mit dem Titel „Gamen,
chatten und Co.“ Spezialisten von der Fachstelle für Suchtprävention in
Luzern werden uns über die Gefahren des übermässigen Spielkonsums und
des Chattens im Netz aufklären und wichtige Tipps und Hinweise geben
können. Es ist vorgesehen, den Hauptteil der Veranstaltung zweisprachig
(deutsch und albanisch) in zwei Räumen durchzuführen. In diesem
Zusammenhang möchte ich auf das Projekt „Flimmerpause“ hinweisen,
welches auf eine Pause im PC- und TV-Konsum hinarbeitet. (Siehe Bericht
auf dieser Schulseite)
Vor kurzem jährte
sich der St. Galler Lehrermord zum 10. Mal. Damals hat der
Kosovo-Albaner Ded Gecaj
den Lehrer seiner Tochter Besarta im Verlaufe eines Elterngesprächs
umgebracht. Simon Muff, stellvertretender Lehrer am SBA, hat den
Jahrestag zum Anlass genommen, die Thematik mit seinen Schüler/innen im
Unterricht zu behandeln. Im Rahmen dieses Themas hat er den damaligen
und aktuellen Schulleiter des betroffenen Schulhauses Engelwies zu einer
Diskussionsrunde eingeladen. Die Lernenden haben sich im Voraus mit dem
Fall beschäftigt, lasen Zeitungsartikel und schauten sich
Fernsehbeiträge aus der Zeit an. Während des
Besuchs konnten die Jugendlichen nun Fragen stellen, die der
Schulleiter offen und ehrlich beantwortete. Das Ziel der besseren
Verständigung zwischen den Kulturen konnte durch dieses Projekt ideal
bearbeitet werden.
Ist Ihr Kind
zwischen dem 1. November 2003 und dem 31. Oktober 2004 geboren, so wird
es auf das folgende Schuljahr kindergartenpflichtig. Die Schulleitung
hat alle von der Einwohnerkontrolle gemeldeten Familien mit Kindern
dieses Alters angeschrieben. Sollten Sie keinen Brief bekommen haben, so
bitten wir Sie, sich unter 041 / 490 19 20 bei der Schulleitung Wolhusen
telephonisch zu melden.
Rolf Henzen
Die KSS C2 im
SBB-Schulzug
Am Mittwochnachmittag, 4. Februar 09 fand der Unterricht der beiden
Klassen von Emil Kimmig und Hermann Wicki nicht im Schulzimmer, sondern
im Verkehrshaus in Luzern statt. Die SBB hatte mit einem rollenden
Klassenzimmer, dem „SBB Schulzug“, für einige Zeit in Luzern Station
gemacht. Dieser ist das ganze Jahr über in der gesamten Schweiz
unterwegs.
Was war der Grund? Immer wieder erscheinen in den Medien Berichte über
Jugendliche, welche in die Nähe von Fahrleitungen geraten oder auf
Bahnsteigen zu nahe an Züge treten und sich dabei schwer, oft sogar
tödlich verletzen. Gerade erst vergangene Woche wurde in Ilanz einem
Jungen sein Leichtsinn zum Verhängnis. Ebenfalls für Schlagzeilen sorgen
Gruppen, welche in Nachtzügen gegen Reisende gewalttätig werden.
Die Kampagne «Sicher fair» der SBB steht ganz im Zeichen von Prävention,
Unfall-verhütung und Antivandalismus. Lebensgefährliche Unfälle,
Vandalismusschäden in Millionenhöhe, aggressives und rücksichtsloses
Verhalten im öffentlichen Verkehr sollen mit Hilfe dieser Aktion
reduziert werden.
In vier Eisenbahnwagen wurden die Klassen, aufgeteilt in zwei Gruppen,
von den Moderatoren durch die verschiedenen Themen-Abteile geführt. Da
ging es zum Beispiel um Unfallverhütung: Bei unkorrektem Verhalten
können Züge, Bahnstationen und Gleisanlagen zu gefährlichen Orten
werden. Ein Schnellzug beispielsweise wiegt mehrere hundert Tonnen. Bei
Tempo 140 beträgt sein Bremsweg rund einen Kilometer. Das ist fast zehn
mal so lang wie bei einem Auto. Aber auch stehende Züge sind keine
Spielzeuge. Die Fahrleitung führt 15'000 Volt und kann beim Klettern auf
Wagen auch ohne Berührung tödlich wirken, weil der Strom den direkten
Weg zur Erde sucht. Dazu kann der Mensch schon ab einem Meter Distanz
über einen so genannten Lichtbogen die Verbindung herstellen.
In einem andern Abteil ging es um das Schwarzfahren: nicht gering war
das Erstaunen der Schüler, als sie erfuhren, dass die SBB durch
schwarzfahrende Personen jährlich rund 15 Millionen Franken verliert.
Genau so verblüfft waren sie, als man ihnen sagte, dass die SBB jährlich
gegen 20'000 Tonnen Abfall zu entsorgen hat; dies ergibt täglich 55
Tonnen. Auch Vandalismus war ein Thema: mutwillige Zerstörung gehe meist
auf das Konto Jugendlicher. 60 Prozent der Täterinnen und Täter seien
unter 18 Jahren und meistens handle es sich um Männer. Die dabei
angerichteten Schäden seien riesig: Alleine bei der SBB müssen jährlich
für über sechs Millionen Franken Sitzpolster ausgetauscht, zerkratzte
Scheiben ausgewechselt und Schmierereien entfernt werden.
Am Schluss der Doppellektion führte das
Moderatoren-Team mit den beiden Klassen einen Wettbewerb durch, um das
Aufgenommene zu überprüfen und zu vertiefen – und prompt erfüllten beide
Klassen die Bedingungen (13 von 15 gestellten Fragen mussten richtig
beantwortet werden) und gewannen je einen 100.- Franken Reisegutschein.
Dazu war übrigens auch die Fahrt von Wolhusen bis zum Verkehrshaus und
wieder zurück gratis. Klar, dass die Schülerinnen und Schüler begeistert
von diesem Unterrichtshalbtag waren und durch die äusserst praxisnahen
Beispiele sicher für faires Verhalten im öffentlichen Verkehr
sensibilisiert und motiviert wurden, was das Ziel dieser Kampagne ist.

Die beiden Klassen vor dem SBB Schulzug im Verkehrshaus Luzern

Vandalismus und Littering in einem Zugabteil

Instruktion im Schulzug
Sprache
nicht dem Zufall überlassen
Am 6. März 2009 fand
der internationale Tag der Logopädie unter dem Motto „Sprache nicht dem
Zufall überlassen“ statt. Aus diesem Anlass lud die Logopädin die für
Wolhusen und Werthenstein zuständigen Spielgruppenleiterinnen und die
Mütter- und Väterberaterinnen zu einem Informations- und Austauschabend
zu den Themen „Wann ist eine logopädische Abklärung und Therapie im
Vorschulalter empfehlenswert“ und „Wie kann man das Kind in seiner
Sprachentwicklung fördern und unterstützen“ ein.
Eine Beratung/ Abklärung bei einer Logopädin ist in
folgenden
Fällen angezeigt:
-
Jederzeit, wenn Unsicherheit, Angst, Leidensdruck besteht.
-
Wenn ein Kind mit drei Jahren noch praktisch nichts oder ganz unverständlich spricht.
-
Wenn das Sprachverständnis nicht altersentsprechend ist.
-
Wenn es dem vierjährigen Kind schwer fällt korrekte Sätze zu bilden und es einfache Inhalte nicht wiedergeben kann.
-
Wenn ein Kind mit vier Jahren noch mehrere Laute nicht bilden kann, sie falsch bildet oder sie verwechselt.
-
Wenn ein Kind über eine längere Zeit stottert und das Stottern unverändert bleibt oder stärker wird.
-
Wenn das Stottern für das Kind und / oder die Familie zur Belastung wird.
-
Wenn die Stimme auffällig ist (Heiserkeit, Näseln).
Eine Abklärung bei einer Logopädin ist im Vorschulalter
nicht
nötig:
-
Wenn die Laute R und SCH fehlen.
-
Wenn die S- Laute kleinkindlich (die Zunge schiebt sich zwischen die Frontzähne) gesprochen werden. Falls Lutschgewohnheiten vorhanden sind, wäre es für die Sprechentwicklung sehr gut, wenn diese möglichst schnell abgewöhnt werden könnten.
-
Wenn schwierige Konsonantenverbindungen vereinfacht werden( z.B. pfonde= gfonde, tse = gseh, Tsirr= Gschirr) oder noch Partizipien falsch gebildet werden (z.B. gsonged statt gsonge, gspieled statt gspielt).
-
Wenn zwischen drei und vier Jahren ein entwicklungsbedingtes, leichtes Stottern auftritt.
-
Wenn Nebensätze falsch gebildet werden (z.B. De Peter lid im Bett, wel chrank isch er)
Wie kann man sein Kind in seiner Sprachentwicklung fördern und unterstützen?
Für eine gute
Sprachentwicklung ist wichtig, dass das Kind die Sprache lustvoll beim
gemeinsamen Spielen und Handeln erleben kann. Das Kind muss entdecken,
dass es mit Sprache etwas bewirken und etwas erzählen kann, was Mami und
Papi noch nicht wissen. Damit die Sprechfreude geweckt wird oder
erhalten bleibt, muss das Kind spüren, dass uns der Inhalt interessiert,
was und
nicht
wie es etwas sagt. Wenn
Sprechfehler häufig korrigiert werden, wird das Kind verunsichert und
gehemmt in seiner Sprachentwicklung. Hingegen hilft dem Kind, wenn die
Eltern ab und zu falsch gesprochenen Wörter oder Sätze korrekt
wiederholen, ohne dass das Kind etwas nachsprechen muss.
Fördernd für eine
gute Sprachentwicklung sind der regelmässige Kontakt zu gleichaltrigen
Kindern und somit auch der Besuch einer Spielgruppe oder der
Kinderkrippe. Beim gemeinsamen Spiel können die Kinder ihre sprachlichen
Fähigkeiten anwenden und vertiefen. Sie erleben, was sie mit Sprache
bewirken können und wollen von ihren Spielkameraden verstanden werden.
Mehrsprachig
aufzuwachsen kann für viele später ein grosser Vorteil sein. Eine gute
Erstsprache ist aber Voraussetzung für das Lernen der Zweitsprache.
Darum sollten fremdsprachige Eltern immer
in ihrer Muttersprache, also in der Sprache, in der sie sich wohl
fühlen, mit dem Kind sprechen. Es ist aber auch wichtig, dass das
fremdsprachige Kind möglichst früh Deutsch lernt und mit Deutsch
sprechenden Kindern in Kontakt kommt, somit ist das Besuchen der
Spielgruppe für das Erlernen der Zweitsprache sehr hilfreich. Bei
fremdsprachigen Kindern ist eine logopädische Abklärung und Beratung
angezeigt, wenn das Kind eine
Sprech -und Sprachauffälligkeit in seiner Muttersprache aufweist und
keine altersentsprechende Erstsprache entwickelt hat.
An wen können sich Eltern bei
Fragen wenden?
Sind Eltern
beunruhigt über die Sprachentwicklung ihres kleinen Kindes, sollten sie
das Gespräch mit einer Fachperson suchen. Im Kleinkindalter schon kann
sich ein unsicheres Verhalten dem sprachauffälligen Kind gegenüber
entwicklungshemmend auswirken, da neben dem Sprachvorbild vor allem auch
die Kommunikation, das Miteinanderreden, grundlegend für den
Spracherwerb sind. Eltern können sich bei Fragen jederzeit im
Logopädischen Dienst Wolhusen melden. Die erste Kontaktperson kann auch
der Hausarzt oder der Kinderarzt sein, denn bei Sprachauffälligkeiten
ist immer das Mituntersuchen des Gehörs wichtig.
Katja Kreienbühl,
Dipl. Logopädin EDK
Logopädischer
Dienst Wolhusen
Im
Schmitteli 2
6110 Wolhusen
Tel. 041/ 490 32 92
Gönn’ deinem Bildschirm eine Pause !
Fernsehen, Gameboy,
Videospiele, Surfen, Chatten, etc, sind Tätigkeiten, die für uns fast
nicht mehr wegzudenken sind und zum normalen Tagesablauf gehören. Die
Tatsache, dass unsere
Kinder fast gleichviel Zeit vor
dem Fernseher verbringen wie
in der Schule – nämlich durchschnittlich 2.5 Stunden am Tag, hat zur
Folge, dass sie sich immer weniger bewegen und wenig Zeit mit eigenem,
kreativem Spiel verbringen. Die Fachstelle für Suchtprävention lanciert,
um dieses Thema bewusst zu machen,
vom 27. April – 3. Mai zum 5.
Mal die Aktion „1 Woche bildschirmfreie
Zeit“. Ziel dieser Aktion
ist es, dass sich SchülerInnen, Vereine, Familien oder Einzelpersonen in
dieser Zeit Alternativen zu den oben erwähnten Medien suchen und
anwenden. Wie wäre es, statt vor dem Kasten zu sitzen wieder einmal ein
Monopoly zu spielen, mit der Familie ein Kartenspiel zu bestreiten,
einander etwas vorzulesen, eine Ausstellung zu besuchen oder während
eines Spazierganges einander zu erzählen, was man Interessantes in der
Schule, im Berufsleben erlebt hat….
Damit die Idee, diese Woche einmal
eine Flimmerpause einzuschalten, auch erfolgreich realisiert
werden kann, wird vorgängig eine Vereinbarung unterschrieben.
Nach dieser Woche können sich die Beteiligten dann austauschen,
ob ihnen der Vorsatz geglückt ist, wo die Probleme lagen oder was für
Erkenntnisse sie aus dieser Aktion gewonnen haben. Vielleicht haben Sie
dann ähnliche Folgerungen
wie der Schüler im folgenden Text gezogen:
„Meine Erfahrungen waren sehr gut. Ich hatte viel
mehr Zeit für Sport und vor allem Fussball gehabt. In Zukunft werde ich
wohl weniger Fernsehen schauen und viel mehr Sport machen. Dank der
bildschirmfreien Woche war ich jeden Tag draussen. Am Anfang war es
schwierig und es hatte mich genervt, doch so am Mittwoch hatte ich mich
daran gewöhnt und es machte mir fast ein wenig Spass. Ich wusste gar
nicht, dass man so viel Zeit gewinnt und die dann für Sport eingesetzt
werden kann. Meine Schwester hat auch mitgemacht und so war es für mich
leichter. Meine Mutter machte auch etwas mit. Josephine“.
Weitere Informationen finden Sie unter der Internetadresse: www.flimmerpause.ch
Ruedi Roos
27. März 2009




