Schule Wolhusen

Schule Wolhusen

 

EA vom 27. März 2009

Agenda:

  • Mo, 6.- Do, 9. April Schnuppertage der KSS 2

  • Do, 9. April, 15.05 Uhr Beginn Osterferien

  • Mo, 27. April, 8 Uhr Unterrichtsbeginn Sommertrimester

  • Do, 7. Mai, 19.30 Uhr Öffentlicher Elternabend zum Thema „Gamen, chatten und Co.“ Im Singsaal Berghof

  • Mo 11. – Fr, 14. Mai Stellwerk 8 – Tests für die KSS 2

  • Mi, 13. Mai Beginn der Stützkurse

  • Do, 21. – So, 24. Mai unterrichtsfrei (Auffahrtsbrücke)

  • Mi, 27. Mai Beginn Förderkurse

  • Mo, 1. Juni unterrichtsfrei (Pfingstmontag)

  • Do, 11. – So, 14. Juni unterrichtsfrei (Fronleichnambrücke)

  • Di, 16. Juni Präsentation PU-Arbeiten der KSS 3

  • Di 16.- Di, 23. Juni  Jahresschlussprüfungen der KSS 1

  • Mo, 29. Juni- Fr, 3. Juli Lager- und Projektwoche / Stellwerk 9 der KSS 3

  • Fr, 10. Juli, 15.05 Uhr Ende Schuljahr 2008/09, Beginn Sommerferien

 



 

Mitteilungen der Schulleitung

 

Der PC spielt im Leben vieler unserer Schüler und Schülerinnen eine zentrale Rolle. Computerspiele und das Chatten mit Kolleginnen und Kollegen im Netz prägen die Freizeit unserer Jugendlichen. Diese Entwicklung macht vielen Eltern Sorgen. Aus diesem Grund veranstaltet die Schule Wolhusen am Donnerstag, 7. Mai einen öffentlichen Elternabend mit dem Titel „Gamen, chatten und Co.“ Spezialisten von der Fachstelle für Suchtprävention in Luzern werden uns über die Gefahren des übermässigen Spielkonsums und des Chattens im Netz aufklären und wichtige Tipps und Hinweise geben können. Es ist vorgesehen, den Hauptteil der Veranstaltung zweisprachig (deutsch und albanisch) in zwei Räumen durchzuführen. In diesem Zusammenhang möchte ich auf das Projekt „Flimmerpause“ hinweisen, welches auf eine Pause im PC- und TV-Konsum hinarbeitet. (Siehe Bericht auf dieser Schulseite)

 

Vor kurzem jährte sich der St. Galler Lehrermord zum 10. Mal. Damals hat der Kosovo-Albaner Ded Gecaj  den Lehrer seiner Tochter Besarta im Verlaufe eines Elterngesprächs umgebracht. Simon Muff, stellvertretender Lehrer am SBA, hat den Jahrestag zum Anlass genommen, die Thematik mit seinen Schüler/innen im Unterricht zu behandeln. Im Rahmen dieses Themas hat er den damaligen und aktuellen Schulleiter des betroffenen Schulhauses Engelwies zu einer Diskussionsrunde eingeladen. Die Lernenden haben sich im Voraus mit dem Fall beschäftigt, lasen Zeitungsartikel und schauten sich Fernsehbeiträge aus der Zeit an. Während des  Besuchs konnten die Jugendlichen nun Fragen stellen, die der Schulleiter offen und ehrlich beantwortete. Das Ziel der besseren Verständigung zwischen den Kulturen konnte durch dieses Projekt ideal bearbeitet werden.

 

Ist Ihr Kind zwischen dem 1. November 2003 und dem 31. Oktober 2004 geboren, so wird es auf das folgende Schuljahr kindergartenpflichtig. Die Schulleitung hat alle von der Einwohnerkontrolle gemeldeten Familien mit Kindern dieses Alters angeschrieben. Sollten Sie keinen Brief bekommen haben, so bitten wir Sie, sich unter 041 / 490 19 20 bei der Schulleitung Wolhusen telephonisch zu melden.

 

Rolf Henzen


 

Die KSS C2 im SBB-Schulzug

 

Am Mittwochnachmittag, 4. Februar 09 fand der Unterricht der beiden Klassen von Emil Kimmig und Hermann Wicki nicht im Schulzimmer, sondern im Verkehrshaus in Luzern statt. Die SBB hatte mit einem rollenden Klassenzimmer, dem „SBB Schulzug“, für einige Zeit in Luzern Station gemacht. Dieser ist das ganze Jahr über in der gesamten Schweiz unterwegs.

Was war der Grund? Immer wieder erscheinen in den Medien Berichte über Jugendliche, welche in die Nähe von Fahrleitungen geraten oder auf Bahnsteigen zu nahe an Züge treten und sich dabei schwer, oft sogar tödlich verletzen. Gerade erst vergangene Woche wurde in Ilanz einem Jungen sein Leichtsinn zum Verhängnis. Ebenfalls für Schlagzeilen sorgen Gruppen, welche in Nachtzügen gegen Reisende gewalttätig werden.

Die Kampagne «Sicher fair» der SBB steht ganz im Zeichen von Prävention, Unfall-verhütung und Antivandalismus. Lebensgefährliche Unfälle, Vandalismusschäden in Millionenhöhe, aggressives und rücksichtsloses Verhalten im öffentlichen Verkehr sollen mit Hilfe dieser Aktion reduziert werden.

In vier Eisenbahnwagen wurden die Klassen, aufgeteilt in zwei Gruppen, von den Moderatoren durch die verschiedenen Themen-Abteile geführt. Da ging es zum Beispiel um Unfallverhütung: Bei unkorrektem Verhalten können Züge, Bahnstationen und Gleisanlagen zu gefährlichen Orten werden. Ein Schnellzug beispielsweise wiegt mehrere hundert Tonnen. Bei Tempo 140 beträgt sein Bremsweg rund einen Kilometer. Das ist fast zehn mal so lang wie bei einem Auto. Aber auch stehende Züge sind keine Spielzeuge. Die Fahrleitung führt 15'000 Volt und kann beim Klettern auf Wagen auch ohne Berührung tödlich wirken, weil der Strom den direkten Weg zur Erde sucht. Dazu kann der Mensch schon ab einem Meter Distanz über einen so genannten Lichtbogen die Verbindung herstellen.

In einem andern Abteil ging es um das Schwarzfahren: nicht gering war das Erstaunen der Schüler, als sie erfuhren, dass die SBB durch schwarzfahrende Personen jährlich rund 15 Millionen Franken verliert. Genau so verblüfft waren sie, als man ihnen sagte, dass die SBB jährlich gegen 20'000 Tonnen Abfall zu entsorgen hat; dies ergibt täglich 55 Tonnen. Auch Vandalismus war ein Thema: mutwillige Zerstörung gehe meist auf das Konto Jugendlicher. 60 Prozent der Täterinnen und Täter seien unter 18 Jahren und meistens handle es sich um Männer. Die dabei angerichteten Schäden seien riesig: Alleine bei der SBB müssen jährlich für über sechs Millionen Franken Sitzpolster ausgetauscht, zerkratzte Scheiben ausgewechselt und Schmierereien entfernt werden.

Am Schluss der Doppellektion führte das Moderatoren-Team mit den beiden Klassen einen Wettbewerb durch, um das Aufgenommene zu überprüfen und zu vertiefen – und prompt erfüllten beide Klassen die Bedingungen (13 von 15 gestellten Fragen mussten richtig beantwortet werden) und gewannen je einen 100.- Franken Reisegutschein. Dazu war übrigens auch die Fahrt von Wolhusen bis zum Verkehrshaus und wieder zurück gratis. Klar, dass die Schülerinnen und Schüler begeistert von diesem Unterrichtshalbtag waren und durch die äusserst praxisnahen Beispiele sicher für faires Verhalten im öffentlichen Verkehr sensibilisiert und motiviert wurden, was das Ziel dieser Kampagne ist.

Die beiden Klassen vor dem SBB Schulzug im Verkehrshaus Luzern

Vandalismus und Littering in einem Zugabteil

Instruktion im Schulzug


 

Sprache nicht dem Zufall überlassen

 

Am 6. März 2009 fand der internationale Tag der Logopädie unter dem Motto „Sprache nicht dem Zufall überlassen“ statt. Aus diesem Anlass lud die Logopädin die für Wolhusen und Werthenstein zuständigen Spielgruppenleiterinnen und die Mütter- und Väterberaterinnen zu einem Informations- und Austauschabend zu den Themen „Wann ist eine logopädische Abklärung und Therapie im Vorschulalter empfehlenswert“ und „Wie kann man das Kind in seiner Sprachentwicklung fördern und unterstützen“ ein.

 

Eine Beratung/ Abklärung bei einer Logopädin ist in folgenden

Fällen angezeigt:

  • Jederzeit, wenn Unsicherheit, Angst, Leidensdruck besteht.

  • Wenn ein Kind mit drei Jahren noch praktisch nichts oder ganz unverständlich spricht.

  • Wenn das Sprachverständnis nicht altersentsprechend ist.

  • Wenn es dem vierjährigen Kind schwer fällt korrekte Sätze zu bilden und es einfache Inhalte nicht wiedergeben kann.

  • Wenn ein Kind mit vier Jahren noch mehrere Laute nicht bilden kann, sie falsch bildet oder sie verwechselt.

  • Wenn ein Kind über eine längere Zeit stottert und das Stottern unverändert bleibt oder stärker wird.

  • Wenn das Stottern für das Kind und / oder die Familie zur Belastung wird.

  • Wenn die Stimme auffällig ist (Heiserkeit, Näseln).

 

 

Eine Abklärung bei einer Logopädin ist im Vorschulalter nicht

nötig:

  • Wenn die Laute R und SCH fehlen.

  • Wenn die S- Laute kleinkindlich (die Zunge schiebt sich zwischen die Frontzähne) gesprochen werden. Falls Lutschgewohnheiten vorhanden sind, wäre es für die Sprechentwicklung sehr gut, wenn diese möglichst schnell abgewöhnt werden könnten.

  • Wenn schwierige Konsonantenverbindungen vereinfacht werden( z.B. pfonde= gfonde, tse = gseh, Tsirr= Gschirr) oder noch Partizipien falsch gebildet werden (z.B. gsonged statt gsonge, gspieled statt gspielt).

  • Wenn zwischen drei und vier Jahren ein entwicklungsbedingtes, leichtes Stottern auftritt.

  • Wenn Nebensätze falsch gebildet werden (z.B. De Peter lid im Bett, wel chrank isch er)

 

Wie kann man sein Kind in seiner Sprachentwicklung fördern und unterstützen?

 

Für eine gute Sprachentwicklung ist wichtig, dass das Kind die Sprache lustvoll beim gemeinsamen Spielen und Handeln erleben kann. Das Kind muss entdecken, dass es mit Sprache etwas bewirken und etwas erzählen kann, was Mami und Papi noch nicht wissen. Damit die Sprechfreude geweckt wird oder erhalten bleibt, muss das Kind spüren, dass uns der Inhalt interessiert, was und nicht wie es etwas sagt. Wenn Sprechfehler häufig korrigiert werden, wird das Kind verunsichert und gehemmt in seiner Sprachentwicklung. Hingegen hilft dem Kind, wenn die Eltern ab und zu falsch gesprochenen Wörter oder Sätze korrekt wiederholen, ohne dass das Kind etwas nachsprechen muss.

Fördernd für eine gute Sprachentwicklung sind der regelmässige Kontakt zu gleichaltrigen Kindern und somit auch der Besuch einer Spielgruppe oder der Kinderkrippe. Beim gemeinsamen Spiel können die Kinder ihre sprachlichen Fähigkeiten anwenden und vertiefen. Sie erleben, was sie mit Sprache bewirken können und wollen von ihren Spielkameraden verstanden werden.

Mehrsprachig aufzuwachsen kann für viele später ein grosser Vorteil sein. Eine gute Erstsprache ist aber Voraussetzung für das Lernen der Zweitsprache. Darum sollten fremdsprachige Eltern immer  in ihrer Muttersprache, also in der Sprache, in der sie sich wohl fühlen, mit dem Kind sprechen. Es ist aber auch wichtig, dass das fremdsprachige Kind möglichst früh Deutsch lernt und mit Deutsch sprechenden Kindern in Kontakt kommt, somit ist das Besuchen der Spielgruppe für das Erlernen der Zweitsprache sehr hilfreich. Bei fremdsprachigen Kindern ist eine logopädische Abklärung und Beratung angezeigt, wenn das Kind  eine Sprech -und Sprachauffälligkeit in seiner Muttersprache aufweist und keine altersentsprechende Erstsprache entwickelt hat.

 

An wen können sich Eltern bei Fragen wenden?

Sind Eltern beunruhigt über die Sprachentwicklung ihres kleinen Kindes, sollten sie das Gespräch mit einer Fachperson suchen. Im Kleinkindalter schon kann sich ein unsicheres Verhalten dem sprachauffälligen Kind gegenüber entwicklungshemmend auswirken, da neben dem Sprachvorbild vor allem auch die Kommunikation, das Miteinanderreden, grundlegend für den Spracherwerb sind. Eltern können sich bei Fragen jederzeit im Logopädischen Dienst Wolhusen melden. Die erste Kontaktperson kann auch der Hausarzt oder der Kinderarzt sein, denn bei Sprachauffälligkeiten ist immer das Mituntersuchen des Gehörs wichtig.

 

Katja Kreienbühl, Dipl. Logopädin EDK

Logopädischer Dienst Wolhusen

Im Schmitteli 2

6110 Wolhusen

Tel. 041/ 490 32 92


Gönn’ deinem Bildschirm eine Pause !

flimmerpause.ch

Fernsehen, Gameboy, Videospiele, Surfen, Chatten, etc, sind Tätigkeiten, die für uns fast nicht mehr wegzudenken sind und zum normalen Tagesablauf gehören. Die Tatsache, dass  unsere Kinder fast gleichviel Zeit vor dem Fernseher verbringen wie in der Schule – nämlich durchschnittlich 2.5 Stunden am Tag, hat zur Folge, dass sie sich immer weniger bewegen und wenig Zeit mit eigenem, kreativem Spiel verbringen. Die Fachstelle für Suchtprävention lanciert, um dieses Thema bewusst zu machen, vom 27. April – 3. Mai zum 5. Mal die Aktion „1 Woche bildschirmfreie Zeit“. Ziel dieser Aktion ist es, dass sich SchülerInnen, Vereine, Familien oder Einzelpersonen in dieser Zeit Alternativen zu den oben erwähnten Medien suchen und anwenden. Wie wäre es, statt vor dem Kasten zu sitzen wieder einmal ein Monopoly zu spielen, mit der Familie ein Kartenspiel zu bestreiten, einander etwas vorzulesen, eine Ausstellung zu besuchen oder während eines Spazierganges einander zu erzählen, was man Interessantes in der Schule, im Berufsleben erlebt hat….

Damit die Idee, diese Woche einmal  eine Flimmerpause einzuschalten, auch erfolgreich realisiert werden kann, wird vorgängig eine Vereinbarung unterschrieben.  Nach dieser Woche können sich die Beteiligten dann austauschen, ob ihnen der Vorsatz geglückt ist, wo die Probleme lagen oder was für Erkenntnisse sie aus dieser Aktion gewonnen haben. Vielleicht haben Sie dann  ähnliche Folgerungen wie der Schüler im folgenden Text gezogen:

„Meine Erfahrungen waren sehr gut. Ich hatte viel mehr Zeit für Sport und vor allem Fussball gehabt. In Zukunft werde ich wohl weniger Fernsehen schauen und viel mehr Sport machen. Dank der bildschirmfreien Woche war ich jeden Tag draussen. Am Anfang war es schwierig und es hatte mich genervt, doch so am Mittwoch hatte ich mich daran gewöhnt und es machte mir fast ein wenig Spass. Ich wusste gar nicht, dass man so viel Zeit gewinnt und die dann für Sport eingesetzt werden kann. Meine Schwester hat auch mitgemacht und so war es für mich leichter. Meine Mutter machte auch etwas mit. Josephine“.

Weitere Informationen finden Sie unter der Internetadresse: www.flimmerpause.ch

 

Ruedi Roos

27. März 2009